Michael Cechov

Donnerstag, 12. September 2019

Psychologische Geste Übung 1 Über "Wort im Liedtext zur Geste"

So endlich gehts los und ich konnte mich aufraffen mit den Übungen anzufangen und sie hier festzuhalten. Ich möchte mich heute mit der Übung 9 aus dem Buch "Die Cechov-Methode" beschäftigen . In dieser Übung geht es um die psychologische Geste. Worum handelt es sich in einer Szene oder wie hier in einem Lied, was ist die Hauptaussage. Es wird hier vorgeschlagen es mit Worten zu definieren mit starken Verben, diese Verben des Textes führen uns als Wegweiser durch den Song. "Wenn der Schauspieler im Körper ist, erfährt er diese Gesten (Formen) direkt als Wissen bzw als körperliche Verbindung zur Handlung" Ich glaube das ist eine Grundaussage. Das die körperliche Geste unsere Gedanken führt. Nun gut wie übersetzte ich das in die Musik.

Ich habe mir den Standard "my funny valentine" genommen und werde an dem Standard die Geste ausprobieren. Zuerst singe ich den Standard, ohne irgendwelche Gedanken und der Melodie folgend.
Ich denke es klang ok und Chet Baker mäßig weil ich diese Version besonders gut im Ohr habe. Ich habe mich sehr auf den Klang konzentriert und ich fand den Song allerdings etwas zu hoch für mich.

-Nun habe ich mit überlegt eine Bewegung zu dem Text zu finden und so auch zu dem Inhalt des  Songs. Ich fand am stärksten "You make me smile" und ich formte automatisch mit meinen beiden Händen einen lachenden Mund der sich nach oben öffnet. Dazu sage ich die Worte.
Mir fällt auf dass ich schon eine Farbe dazu nehme die Farbe der "Leichtigkeit". Ich finde der Song hat etwas leichtes für mich. Im Buch steht: "Fühle was in dir vorgeht wenn du diese Geste machst. Die Geste weckt ein Strom des Verlangens."
-Als erstes versuche ich die Geste mitzumachen, das ist schwer wenn man mit einer Seite das Mikrophon hält. Aber ich denke man muss erst mal die Bewegung und die dazugehörige Emmotion verstehen und ganz aufnehmen ehe man das machen kann.Also halte ich mit einer Hand das Mikro und mit er anderen verfolge ich die Bewegung des lachenden Mundes.
Ich fühle mich wirklich gestützter, diese Bewegung scheint bei mit meine Körperspannung genau in der Balance zu halten in der sie beim singen sein sollte. Das gute daran ist, auch wenn man den Faden verliert. Man hat immer etwas auf das man sich stützen kann oder auf das man sich wieder beziehen kann. Darauf kann ich zurückkommen. So wie bei Jay Claytons Übungen, mit dem Unterschied, dass ihre Parameter nichts mit dem Text zu tun haben, also auch nicht mit dem Inhalt des Liedes.
Ich bin aber auch froh dass ich das schwebende dazugekommen habe, es ist wie eine zweite Stütze. Das schwierige finde ich an dem Bild dran zubleiben und an der Musik.
Ich dachte, es wäre vielleicht vorher aber noch hilfreicher gewesen sich noch klarer die Facetten von "smile" gedanklich klar zu machen oder vor dem geistigen Auge zu trainieren. Was kann das alles bedeuten, wohin kann das smile führen. Das werde ich auf jeden Fall auch probieren.

Ich habe es auch nur psychologisch also ohne physische Geste gemacht und fühlte mich in vielem auch frei und trotzdem geführt.
Als zweite Übung dachte ich probiere ich es statt der Leichtigkeit mit dem "Sinken". Interessanter Weise war es schwer dann am "Smile" dranzubleiben, allerdings gab mir das sinken support für die Höhe, da die Tonart etwas zu hoch für mich war. Das vorgestellte sinken, ließ die Stimme auch kräftiger werden, aber ich bin nicht sicher ob "das sinken" zur Interpretation des Songs passt.
Soweit die Übung für heute.

Mit den Schülern, würde ich erst mal den Text durch gehen (sie sollten den Song kennen). Dann rausfinden was ist das wichtigste Wort. Dazu eine Geste finden (erst mal mit geschlossenen Augen) mal sehen ob alle das gleiche machen? Wäre interessant. Was strahlt dieser Song aus. Dann würde ich die Geste in der Runde mit dem Satz probieren. Und dann würde ich die Farben erklären und die Teilnehmer bitten die Farbe einzusetzen. Dann wer will einmal Thema einmal Solo singen. Verschiedene Farben probieren. Danach Erfahrungen spiegeln.

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